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Speaker cables... a myth?

Ehrliche Haut

Unter dieser Oberfläche brodelt es: in-akustik lässt die Signale durch eine revolutionär neue Konstruktion brausen - mit doppeltem Hohlleiter. Penible Ordnung schafft höchstes Tempo

Die Quizfrage zu Beginn: Was könnte der „Skin-Effekt" sein? Steckt dahinter a: eine Hautreizung? b: ein neues Creme-Produkt für Männer? c: eine wissenschaftliche Berechnungsgrundlage für das Wahlverhalten differenter Gesellschaftsklassen? Oder d: ein Phänomen der Elektrotechnik?

Natürlich ist „d" die richtige Antwort. Dazu musste man nicht raten. Schließlich halten Sie in dieser Sekunde ein einschlägiges Magazin in Händen. Der Skin-Effekt beschreibt ein Grundproblem, das alle angeht, die sich mit gehobener Klangwiedergabe beschäftigen: eben wie ein Signal „richtig" zwischen den Komponenten transportiert werden kann. Denn der Fluss in einem Lautsprecherkabel strömt nicht über das komplette Potential des Leiterkabels gleichmäßig. An der Oberfläche, der „Haut" („Skin"), herrscht ein Verdrängungseffekt. Je nach Frequenz wird der Elektronenfluss vom Zentrum des Kabels an die Oberfläche gepresst. Der effektiv nutzbare Querschnitt verringert sich, auch das dickste, muskulöseste Kabel muss schwächeln.

Die effektivste Lösung wäre die Kraftverteilung. Statt über einen einzigen großen Leiter wird das Signal über mehrere kleinere Adern an den Lautsprecher geflutet. Schön gedacht, doch sofort taucht ein Folgeproblem auf. Nämlich, dass sich die elektrischen Felder an der Außenhaut der Einzelleiter gegenseitig ungünstig beeinflussen. Alles in allem: Zum Grundproblem der richtigen Größenverhältnisse im Signalstrom kommt das noch unangenehmere Debakel um das richtige Timing - nicht jede Klanginformation erreicht in genau der gleichen Mikrosekunde die Chassis. Den schwierigsten Weg müssen die höchsten Frequenzen bestehen - ein regelrechter Hindernisparcours. Auf der Gewinnerseite steht dagegen der Bass, er kommt immer durch. Nur: in welcher Qualität? Deswegen lieben die meisten Menschen schlechte Kabel. In der Höhe wirkt alles sanft gedeckt, in der Tiefe macht es Wumms. Aber die feineren Informationen sind entschwunden. Das Klangbild wirkt falsch-human, ist weichlich, unscharf in den Konturen.

LS-603. Das Einsteigerkabel gibt bereits das Klangideal der Familie vor

Referenz LS-603. Das Einsteigerkabel gibt bereits das Klangideal der Familie vor: offen, analytisch, präzise im Bass. Das feine oberste Gitter aus Polyethylen ist stabiler, als es das Foto ahnen lässt - und ideal beim Bedampfen von Mikrovibrationen. Price: 390-480 Euro per 1 meter.

Darüber kann man weinen - oder die bekannten Forschungsergebnisse neu interpretieren. So hat es in-akustik getan, in seiner aktuellen LS-Serie. Über das beste Modell der Vorgänger-Generation, das LS-1602, hat AUDIO demonstrativ laut gejubelt und „angesichts des Preises" das Wort „Sensation" niedergeschrieben. Heißt: Der Preis stimmt nicht mit dem Klangeindruck (superb) und den Vorgaben des Marktes (zu günstig) überein. Freut den Käufer. Wundert den Journalisten. Zumal in-akustik im Hochlohnland Deutschland daheim ist, im goldenen Dreieck zwischen Freiburg, Basel und dem Schwarzwald. Hier kosten Ingenieure besonders viel Geld, will man sie vor dem Zugriff der Konkurrenz abschirmen. Vermutung: Dann wird also in der Firmenzentrale in Ballrechten-Dottingen gedacht (entwickelt) und in China gemacht (gefertigt)? Stimmt nicht: Jedes Kabel der LS-Serie entsteht im Mutterhaus (siehe auch die Reportage auf den Seiten 108/109). Bleibt nur noch eine Interpretation: Die Firmenbesitzer sind Gutmenschen, die uns allen altruistisch ein Geschenk machen möchten.

Doch so weit wird man auch bei in-akustik nicht gehen wollen. Es ist eher die Kombination von optimierter Zulieferkette und Image: in-akustik pflegt das Abbild des gehobenen Audio- und Video-Ausstatters mit erschwinglichen Produkten bis hin zum eigenen CD- und Blu-ray-Label. Eine Serie mit hochwertigen Boxenkabeln muss sein: authentisch, aus Hausfertigung, in den Erkennungsfarben Schwarz und Weiß: Referenz.

LS-1203. Das subjektiv harmonischste Kabel der neuen Serie. Hier gut zu sehen: der Screw-Type-Adapter

Referenz LS-1203. Das subjektiv harmonischste Kabel der neuen Serie. Hier gut zu sehen: der Screw-Type-Adapter, über den auch nachträglich Pin, Schuh oder Banana angekoppelt werden können. Price: 990-1150 Euro per 1 meter.

Der Kunde sollte es nie tun, wir haben es getan: die schwarz-weiße Hülle der neuen LS-Serie zerschnitten, zerstört, gekappt. Für tiefere Einsichten. Die äußerste Hülle ist eigentlich nur ein Geflecht aus Polyethylen. Doch das „nur" verbietet sich: in-akustik hat bewusst diese offene, aber sehr eng geschnürte Gitterstruktur gewählt, um Mikrovibrationen zwischen den einzelnen Adern zu be- dämpfen. Jenen Adern, die den Mitgliedern der Produktfamilie auch den Namen geben. Die einfachste Konfektion wird aus sechs Adern verseilt und heißt LS-603 - „L"aut„S"precherkabel, „6" Adern, „03"te Generation". Es folgen LS-803, LS-1203, schließlich on top das Kabel 1603 mit 16 eigenständigen Kabelwegen. Die Entwickler haben dieses Konstruktionsprinzip „Multicore" genannt.

Das kleinste Kabel im Bunde ist für eine reine Single-Wiring-Konfektion vorgesehen, alle anderen Modelle können in den „Cores" getrennt verschaltet und so auch als Bi-Wiring-Kabel gestrickt werden. Per Standard vorkonfektioniert sind drei Meter pro Stereo-Seite, aber selbstverständlich liefert in-akustik auch auf Wunschmaß.

LS-803. Ab acht Adern konfektioniert in-akustik auf Wunsch auch von Single auf Bi-Wiring

Referenz LS-803. Ab acht Adern konfektioniert in-akustik auf Wunsch auch von Single auf Bi-Wiring. Zwischen Hin- und Rückleiter fügen die Profis einen Splitter aus massivem Aluminium. Price: 610-770 Euro per 1 meter.

Alles wird fein verpackt; in der Preisklasse keinesfalls obligate Baumwollhandschuhe inklusive.

Ein nicht zu unterschätzender Praxisvorteil: in-akustik offeriert seine LS-Serie wahlweise mit einem für alle Einsatzformen offenen, verschraubbaren Adapter, mit Kabelschuhen oder Bananas nach der Norm der British Federation of Audio (BFA). Den „Screw Type" gibt es mit Goldauflage; Bananas und Schuhe werden mit Rhodium beschichtet.

Das entscheidende Leitermaterial ist Sauerstoff-freies Kupfer, nach den eigenen in-akustik-Spielregeln. „Concentric Copper" nennen es die Breisgauer: Die Adern werden nicht wirr-beliebig zu einem Haufen gebündelt, sondern einzeln und säuberlich um einen Kem aus Polyethylen gelegt. Das soll die perfekte Laufgenauigkeit, das Timing des Signals garantieren.

LS-1603. Das Flaggschiff in Preis, Gewicht, Wertigkeit - und ganz klar auch im Klang

Referenz LS-1603. Das Flaggschiff in Preis, Gewicht, Wertigkeit - und ganz klar auch im Klang. Um die 16 einzelnen Adern sauber zu gruppieren, setzt in-akustik einen allein zehn Millimeter durchmessenden Hohlkern ins Zentrum. Price: 1380-1540 Euro per 1 meter.

Jetzt kommt der eigentliche Clou: Die Spielregeln des „Concentric Coppers" setzt in-akustik noch eine Dimension höher an, Auch die so geordneten Einzeladern werden um einen Kem aus Polyethylen gelegt, der in seinem Innern hohl ist-elektrisch gesehen ein Blindkern. Im Querschnitt ergeben sich Assoziationen an eine Mandelbrot-Menge: ein strenges mathematisches System, das in seinem geometrischen Bild hochästhetisch erscheint.

Das faszinierende Bild ist natürlich kein Selbstzweck. Die Entwickler wollen durch die Anordnung um den Hohlkern erreichen, dass sich die Magnetfelder aufheben, die beim Signalfluss rund um die Einzeladern entstehen. Pluspol überlappt sich definiert mit Minuspol - freie Fahrt für alle Anteile des Signals. Womit wir wieder beim eingangs erwähnten Skin-Effekt und vor allem seinen Folgen wären - die in-akustik eben mit diesem Prinzip umfassend aushebeln will.

Viel Gedankenschmalz, viel Ordnung, viel Ambition. Die man hörend nachvollziehen kann? Ja, aber mit einem angenehmen, ehrlichen Bruch. Denn in der Folgelogik müssten alle Fakten ja bedeuten, dass das kleinste unter den Kabeln (430 Euro für drei Stereo-Meter) auch nur den proportional angemessenen Bruchteil der Klangqualität des großen Superkabels erreichen kann (rund 1400 Euro für drei Stereo-Meter).

n-akustik lässt wählen zwischen den hauseigenen Kabelschuhen sowie Bananas

Offenes Spiel: in-akustik lässt wählen zwischen den hauseigenen Kabelschuhen sowie Bananas nach BFA- (British Federation of Audio-) Norm. Beide sind Rhodiumbeschichtet. Wer wirklich offen bleiben möchte: in-akustik konfektioniert auch einen Schraubport - für BFA-, Flexible-Pin- und Kabelschuh-Adapter

Dem ist glücklicherweise nicht so. Bereits das LS-603 gibt die Klangvorzüge der Familie vor - die Vorliebe für Tempo. Vor allem die Rauminformationen erscheinen auf den Punkt. Marianne Faithfull hatte zugestimmt, dass bei einen Liveabend 1996 in Paris Mikrofone und Tontechniker anwesend sein durften. „20th Century Blues" - eine Audienz, ein kleiner Raum. Applaus, rechts außen sogar ein etwas nerviger Fotograf, der seine Kamera nicht richtig bedämpft hat. Die CD pulsiert geradezu vor Atmosphäre, mit einem knorrigen Klavier und einer betörend rauen Frauenstimme. Das LS- 603 breitete in unserem Test all diese Informationen aus, erreichte aber nicht ganz die Samtigkeit, wie sie schon eine Etage höher das LS-803 ausgestellt hatte. Die Tester ahnten die Steigerungsraten in der Familie - und wurden vom LS-1203 überrascht. Hier klang nicht einfach ein Mehr von allen guten Genen der Familie heraus - vor allem legte die Fülle im Klavierton zu. Die Rauminformationen, das helle Ausleuchten blieben vorbildlich, die Gegenwart an Dynamikinformationen im Mittelbass stieg an.

Die Krone musste sich, natürlich, das LS-1603 erkämpfen. Überraschung hier: Die hohe Bereitschaft zur Analyse wirkte nie unterkühlt. Auch die Aussagen der in-akustik-Vordenker, dass gerade die Hochtonwiedergabe vom Kampf gegen den Skin-Effekt profitiere: Das war zwar nachvollziehbar, aber keinesfalls das große Moment dieses Superkabels. Der dominierende Eindruck war eher die harmonische Geschlossenheit. In unserem Test griffen wir zum Äußersten: eine SACD-Aufnahme von „Blaubarts Burg" unter Ivan Fischer, begleitet von den besten Philips-Tontechnikern. Von Bela Bartök angelegt als Mischung aus Kantate, Oper, einem einstündigen Seelen drama zwischen Mann und Frau - und einem immensen Dynamikausbruch. Eine jener Aufnahmen, die vor ein paar Jahrzehnten nur mit einem Warnhinweis hätte ausgeliefert werden können. Man darf dem Super-Fortissimo mit doppelten Blechbläsern Tötungsabsichten vorwerfen: Hier haben sicherlich schon Chassis ihr Dasein ausgehaucht - und einige Komponenten ihr Image als potenzielle Testsieger. Bei aller Brachialkraft muss eine gute Kette vor allem den musikalischen Sinn übermitteln. Das LS-1603 hat diese Qualität - die Abwesenheit von Show und zugleich die Bereitschaft zum schnellen Antritt. Der Bartök-Ausbruch gelang dem LS-1603 in unserem Test frei, offen, auch beim gewaltigen Dynamiksprung blieb die Information des Aufnahmeraums erhalten. Nehmerqualitäten eines Feingeists.

in-akustik verpackt die Referenz-Kabel mit umfassender technischer Dokumentation und Baumwollhandschuhen

Das Auge kauft mit: in-akustik verpackt die Referenz-Kabel mit umfassender technischer Dokumentation und Baumwollhandschuhen.

Gibt es Grenzen? Natürlich. Aber außerhalb des Kabels. Das LS-1603 verzeiht keine schlechte Arbeit beim Mastering. Eine digital lieblos gerasterte Geigengruppe blieb aufdringlich, herzlos und grausam. Das LS-1603 dagegen ehrlich bis auf die Haut - bis unter die Haut.

Hörtest-CD
M. Faithfull: 20th Century Blues
Eine dieser fast verloren gegangenen CDs im Katalog. Dabei geht es doch um eine Herzensangelegenheit: Marianne Faithfull singt live großartige, raue Lieder aus einem ebenso rauen Jahrhundert, grandios ihre Seeräuber- Jenny nach Brecht & Weill.

in-akustik - Die Referenz LS-Serie

Preise für 2 mal 3 Meter. Jeweils in der günstigsten wie teuersten Konfektionierung.
Vier Kontakte stehen zur Auswahl: Easy Plug, BFA Banana, Kabelschuh, Screw Type

AUDIOphile Empfehlung

Zuerst staunt man über die hohe Analyse, die alle Mitglieder auszeichnet. Je höher der Aufstieg in der Familie, desto mehr Körper und Tiefenpräsenz hört man. Vorbildlich nachvollziehbar, zudem sehr human in der Preisgestaltung.

Der Autor Andreas Günther - Die ideale Quelle? Keine Glaubensfrage. Andreas Günther lässt Vinyl rotieren und Netzwerk streamen - nur die CD- Sammlung wird zunehmend arbeitslos. Am liebsten hört unser Autor mit der Kraft einer Röhrenkombi. Am Ende stehen mit Vorliebe Koax-Treiber.

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