Devialet - Acoustical Engineering Company
- 17 Apr 2026
- Акустические системы, динамики, усилители...
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Philosophie- Stunde... Devialet
Zuerst kam die Revolution: ein sensationell neues Verstärkerprinzip. Dann die Evolution: Der erste und einzige Devialet wächst laufend im Funktionsumfang - und ist dank zukünftiger Upgrades niemals veraltet.

Die neue Firmenzentrale mit Showroom liegt im Herzen von Paris
Am Anfang war eine Idee: Pierre-Emmanuel Calmel, erfolgreicher Entwicklungsleiter bei einem Telekommunikations-Ausrüster und passionierter Musikhörer, ersann schon im Jahr 2004 sein eigenes Verstärkerprinzip. Die Vorteile, aber auch die technischen Ingredienzen von Class-A und Class-D miteinander zu verbinden, das war sein Traum. So ließ er sich seine Schaltung namens ADH (Analog-Digital-Hybrid) patentieren und kündigte die lukrative Anstellung kurzerhand. Der erste Prototyp spielte mehr als vielversprechend, und so fand Calmel bis zum Jahr 2007 finanz- und Know-how-starke Partner. Gemeinsam gründete man die Firma Devialet.

Vertriebsleiter Manuel de la Fuente führt den Konfigurator vor
Doch kann ein neuer Hersteller erfolgreich sein, nur weil sein Verstärker hervorragend klingt? Kann er nicht. Es galt, die Anwendungsmöglichkeiten und den Bedienkomfort zum Alleinstellungsmerkmal zu machen. So entstand aus der Schaltungs-Keimzelle kein x-beliebiger Vollverstärker, sondern ein integratives Gesamtkonzept. Der D-Premier hat D/A-wie A/D-Wandler und einen DSP eingebaut. Gesteuert wird alles per Software, die upgradefähig ist und eine quasi beliebige Programmierung der Ein-wie Ausgänge und Verstärkerzweige erlaubt. So beherbergt der D-Premier nicht nur zwei getrennte justierbare Phono-Amps, diese kann man dank A/D-Wandler auch zum hochwertigen Digitalisieren von LPs nutzen - in HD, versteht sich. Mehrere Einheiten lassen sich im Haus vernetzen und getrennt voneinander ansteuern, die Verstärkerzweige können zu einer Brücken-Endstufe konvertieren, womit zwei gepaarte Einheiten als außergewöhnlich starker Amp agieren dürfen. Aktiv getrennte Konzepte mit Subwoofern sind möglich, und eine individuelle Programmierung des DSPs, etwa für die akustische Kompensation von Einbau- oder Wandlautsprechern, wird auf Anfrage ebenfalls angeboten.

Der Erfinder: Pierre-Emmanuel Calmel ersann die Verstärkerschaltung des D-Premier

Das Werk: Mathias Moronva- le (2.v.r.) erklärt den Aufbau, es staunen Wolfgang Linhard (links) und Adib Khavari vom deutschen Vertrieb Audio Components
Diese Flexibilität bringt die Hardware des D-Premier bereits mit, doch sie ist noch ausbaufähig: Der Devialet ist modular aufgebaut, das bedeutet: Er hat Steckplätze für spätere Platinenboards. Die nächste und wichtigste Entwicklungsstufe ist in allen ab jetzt ausgelieferten D-Premiers bereits enthalten und kann bei allen bisher verkauften Exemplaren problemlos nachgerüstet werden: ein WLAN-Board, das in Kombination mit der neuen Software-Version ein drahtloses Netzwerk-Streaming zur Verfügung stellt. Eine Devialet-eigene Software, die auf Mac und PC funktioniert, überträgt dabei die Musikdaten verlustlos direkt von der Festplatte asynchron per WLAN in den Pufferspeicher des D-Premier, der die Daten jitterfrei dem eingebauten Wandler zur Verfügung stellt.

Nächste Evolution: Ab sofort werden alle D-Premiers mit der WLAN-Platine ausgerüstet. Die nächste Software-Version erlaubt verlustfreies, drahtloses Streaming von HiRes-Content, die übernächste eine drahtlose Konfiguration
Zur komfortablen Verwaltung der Musikbibliothek kann der Nutzer iTunes verwenden, das von der Devialet-Software aber lediglich als Steueroberfläche genutzt wird und keinerlei Daten selbst streamt. Im Showroom in Paris gelang die Übertragung problemlos, mit wunderbarer Transparenz und einer ausgezeichneten Abbildungsgröße. Mit dem nächsten Software-Update wird das Tandem dann auch Hires-Dateien aus der FLAC-Welt spielen können - und so zur ernsthaften Konkurrenz für die gesamte Streaming-Elite.

Magisch: die Demo-Anlage mit einem Pärchen Magico 03. Der Raum ist auch akustisch vom Feinsten
Doch wer im Herzen von Paris residiert, der darf auch mal die Technik vergessen und einen Sinn für die äußere Schönheit entwickeln. Ja, er muss das sogar tun. So ist mit Emmanuel Nardin einer der fünf Partner von Devialet nur für das Design zuständig. Er ersann die flache, leicht geschwungene Form mit der spiegelähnlichen Hochglanzoberfläche, die das Multitalent kaum mehr als einen klassischen Verstärker erscheinen lässt. Das ist beabsichtigt, integriert sich der D-Premier auf diese Weise doch auch in design bewusste Haushalte.

Das Pärchen spielt Doppel- Mono: Ein Amp agiert als Preamp und treibt die rechte, der andere als Mono-Block nur die linke Box

Kunstwerk oder Science Fiction? Die Fernbedienung ist ein Schmuck-stück und lässt sich individuell programmieren
Autor: Malte Ruhnke
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